Schuhe für Arbeit und Beruf: Worauf kommt es an?

Sicherheitsschuhe gehören zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA), weshalb das Tragen solcher Schuhe an bestimmten Arbeitsplätzen vorgeschrieben ist. Wer dies nicht tut, kann neben erheblichen Verletzungen auch Schwierigkeiten mit dem Arbeitgeber und der Berufsgenossenschaft bekommen. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen, die durch die verschiedenen Arbeitsplätze und Tätigkeiten an einen Sicherheitsschuh gestellt werden, werden diese Schuhe in Sicherheitsklassen eingeteilt. In welcher Klasse ein Schuh eingruppiert ist, ist anhand der Bezeichnung S1 bis S5 ersichtlich. S5 bezeichnet dabei Sicherheitsschuhe mit den höchsten Schutzeigenschaften.

Welche Verletzungsgefahren sollen ausgeschlossen werden?

Ausgeschlossen werden sollen zuallererst Gefahren, die durch mechanische Einwirkung schwerer Gegenstände entstehen können. Aber auch Risiken, die durch die Einwirkung chemischer Stoffe verursacht werden, können durch das Tragen entsprechender Schuhe vermindert oder verhindert werden. Auch thermischen Risiken, also Hitze, sowie Gefahren, die mit Elektrizität in Verbindung stehen, kann durch das Tragen von Sicherheitsschuhen vorgebeugt werden.

Welche grundlegenden Eigenschaften sollte ein Sicherheitsschuh besitzen?

Besonders wichtig ist der Widerstand, den die Zehenkappe Stoß- und Druckeinwirkungen entgegensetzen kann. Berufstätige, die mit schweren Gegenständen, etwa Metall, hantieren müssen, sollten hierauf ein besonderes Auge haben. Auch die Höhe des Oberteils des Schuhs kann eine Schutzwirkung haben. Zwar gibt es Arbeitsschuhe auch in flacher Ausführung, besser sind aber halbhohe Sicherheitsschuhe oder sogar Stiefel, denn sie verhindern zum Beispiel, dass kleinere Gegenstände, wie etwa Glas- oder Metallsplitter in den Schuh gelangen können. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist die Wasserdampfdurchlässigkeit des Oberleders und der Sohle. Eine gewisse Durchlässigkeit sollte gegeben sein, um schwitzende Füße zu vermeiden. Sicherheitsschuhe sollten zudem über eine rutschfeste, durchtrittssichere Sohle verfügen, sowie kraftstoffbeständig und antistatisch sein.

Welche Materialien sind verarbeitet?

Früher bestand die Schutzkappe eines Sicherheitsschuhs aus Stahl. Mittlerweile gibt es weitere Materialien, aus denen sie gefertigt werden kann. Neben Aluminium und Titan sind widerstandsfähige Kunststoffe sehr gefragt, da sie für eine deutliche Gewichtsreduzierung sorgen. Moderne Schuhe für Arbeit und Beruf verfügen zudem nicht mehr über eine Stahlsohle, sondern haben eine aus Kevlar. Diese gewährleistet dieselbe Durchtrittssicherheit bei weniger Gewicht. Als Obermaterial wird bei Sicherheitsschuhen in der Regel Leder verwendet, vor allem wenn sie im Bauwesen zum Einsatz kommen. Es gibt aber auch Schuhe, die aus atmungsaktivem Mikrofasermaterial bestehen. Solche Schuhe werden hauptsächlich im Laborbereich oder in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.